Aus dem letzten Gemeindebrief
der Filialgemeinde Passau
Die Osterbotschaft der Evangelien hat durch Goethes Faust eine lyrisch-dramatische Vergegenwärtigung erfahren:
- Dem in der Ohnmacht der Nacht scheiternden Faust – als Repräsentant eines Menschen der Gegenwart – tönen in seiner Verzweiflung die Glocken des Ostermorgens.
Damit überwindet er den eigenen Seelentod (und Freitod) und vermag zu bekennen: „ ... die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!“
Die Osterchöre künden ihm das dreifache: Christ ist erstanden!
Sie münden in das große:
„Christ ist erstanden,
Aus der Verwesung Schoß.
Reißet von Banden
Freudig euch los!
Tätig ihn preisenden,
Liebe beweisenden,
Brüderlich speisenden,
Predigend reisenden,
Wonne verheißenden
Euch ist der Meister nah,
Euch ist er da!“
Damit ist die Kraft des Ereignisses von Golgatha, seine Nähe und Gegenwart gültig beschrieben. Was vermögen wir davon weiterzutragen in unseren jetzigen Verhältnissen?
