Aus unserem letzten Gemeindebrief

Advent 2011

Wohl kaum ein anderer Maler hat es gewagt,
die Verkündigung der Ur-Weihnacht an Maria so darzustellen,
dass der hohe Engel nicht im Bild erscheint;
dass seine Gegenwart sich aber spiegelt im Blick und Haltung
und innerster Betroffenheit dieses Menschen,
dem die Botschaft zum Schicksal werden soll - mit allen Folgen.

- Die leicht schützende Geste der rechten
und leise wehrende der linken Hand deuten an,
dass ganz aus der eigenen Mitte das Ja dazu noch gefunden werden will. -         

So ist es ja immer, wenn ein Schicksal an jemanden herantritt.
Aber auch: Wenn jemand Weihnacht erlebt und Weihehandlung sucht,
wird verbindliches Schicksal Ihm gegenüber begründet,
wenn das Ja dazu gefunden wird.

 

Herzlich grüßen Sie Ihre Pfarrer

Gwendolyn Fischer und Engelbert Fischer



Antonello di Messina
Verkündigung an Maria (1477) (1939)